Kantor KMD Jörg Wöltche

Trennlinie 01

Jörg Wöltche: Beruflicher Werdegang

Trennlinie 01

24. Juni 2017
 
 
Jörg Wöltche - der Herr über 2.406 Orgelpfeifen
und sein Liebling – die Königin der Instrumente-
feiern ein gemeinsames Jubiläum.
 
40 Jahre Orgel und 40 Jahre Organist
 
Steinmeyer-Orgel und Kirchenmusikdirektor
Jörg Wöltche feierten Dienstjubiläum
 
Bad Kissingen (klk). Seit 22 Jahren ist Kirchenmusikdirektor, Jörg Wölche, Herr über die 2406 Orgelpfeifen der Steinmeyer-Orgel in der evangelischen Erlöserkirche. Beide sind seit 22 Jahren mit einander innig verbunden. Zahlreiche Gottesdienste und Konzerte haben beide mit einander gestaltet und dabei die Zuhörer tief im Inneren berührt, auch wenn es 18 lange Jahre dauerte bis beide zueinander fanden.
 
Jörg Wöltche, 1963 in Waldalgesheim bei Bingen geboren, kam über Frankfurt und Heidelberg nach seinen Studien Theologie und Kirchenmusik (A-Diplom) 1991 nach Garding in Schleswig-Holstein und von dort 1997 als Organist der Erlöserkirche nach Bad Kissingen. Seinen ersten Vertrag als Organist hatte er bereits 1979 in Breuberg/Wald-Amorbach bekommen und ist dadurch seit 40 Jahren als Kirchenmusiker aktiv.
 
Seit vier Jahrzehnten ist die Steinmeyer-Orgel im Dienste der evangelischen Kirchengemeinde. Sie ist nach 1885, 1910 und 1979 bereits die dritte Orgel von der Orgelbaufirma Steinmeyer aus Oettingen im schwäbischen Landkreis Donau-Ries. Ihre Vorgängerinnen waren entweder zu klein oder gingen nach jahrelangem Gebrauch defekt. 1979 wurde daher mit Teilen der Vorgänger- Orgeln die jetzige „Königin der Instrumente“ neu aufgebaut.
 
„4o Jahre Kirchenmusiker und 40 Jahre Steinmeyer-Orgel, da habe ich mir gedacht, dies ist ein Grund zum Feiern“, so der Kirchenmusikdirektor. Das Ergebnis seiner Überlegungen war, die Orgel mit einem Orgel-Tag und ganz besonderer Musik in den Vordergrund zu stellen. Auftakt des musikalischen Tages war am Pfingstsonntag, ein feierlicher Festgottesdienst, den Pfarrer Steffen Lübke stimmungsvoll gestaltete und Jörg Wöltche mit speziell ausgewählter Orgelmusik passend zum Pfingstfest musikalisch umrahmte. Hier standen Johann Sebastian Bachs Choräle „Komm, Gott, Schöpfer, heiliger Geist“, BWV 667 und „Komm, heiliger Geist, Herre Gott, BWV 651, im Mittelpunkt. Den Abschluss des Vormittags bildete eine Matinee unter dem Motto „Pfingstlieder schmettern“, bei dem jeder Choral mit einer passenden Improvisation von der Orgel eingeleitet wurde. Mit Hilfe des Gesangbuches konnten die Kirchenbesucher die jeweiligen Lieder mitsingen. Am Nachmittag fanden Orgelführungen auf dem Programm, bei denen man das Innenleben der Orgel ansehen konnte.
 
2.406 Orgelpfeifen besitzt die Steinmeyer-Orgel, manche nur einige Zentimeter groß, andere mehrere Meter hoch. Interessant auch, dass 36 Register mit drei Manualen und dem Pedal angesteuert werden. Den krönenden Abschluss bildete ein Orgelkonzert zu Pfingsten unter dem Motto: Praeludium. Wöltche hatte dazu Werke aus der norddeutschen Orgelschule, die mit Nicolaus Bruhn oder Dieterich Buxtehude im 17. und 18. Jahrhundert ihre große Blütezeit hatte, heraus gesucht. „Praeludium e-moll“ von Bruhns sowie „Praeludium D-Dur, BuxWV 139“ von Buxtehude erklangen dazu. Johann Sebastian Bach’s bekanntestes Werk das „Prälutium und Fuge d-moll, BWV 565, durfte nicht fehlen, wie César Francks „Pièce héroïque“ als Vertreter der französischen Orgelmusik. Jörg Wöltche, virtuos in seinen Ausführungen, projizierte seine Hand- und Fußarbeit via Video auf eine Leinwand im Altarraum. So konnten alle Zuhörer nicht nur akustisch, sondern auch visuell seinen Interpretationen folgen. Unterstützt wurde er dabei vom Orgelschüler Johann Ruppert als Registrant, der nicht nur beim Registrieren der Orgel half, sondern auch die Notenblätter wendete, damit der Organist die Hände fürs spielen frei hatte.
 
Jörg Wöltche ist ein Virtuose, der es versteht, mit seinen anspruchsvollen Interpretationen bis an die Grenzen der Leistungsfähigkeit der Orgel zu gehen. Mit seiner Orgelliteratur rückte er die Klangkraft der „Königin der Instrumente“ wunderbar ins rechte Licht. Bezaubernd die schnellen Läufe, die rechte Hand für die Melodie, die linke für die Begleitung, die Füße für die Bässe – fast konnte einem schwindlig werden, wenn man die Leinwand ansah. Man konnte die Fingerfertigkeit und Beinarbeit des Musikers nur bewundern. Das sahen auch die Zuhörer in der Erlöserkirche so. Mit riesigemn Applaus dankten sie für eine einzigartige Gegenüberstellung von Orgelmusik des Frühbarocks bis hin zur Spätromantik und einer Musik von Franz Liszt.
 
Text und Fotos: Peter Klopf
 
 

Trennlinie 01

27. November 2016
 
KMD Jörg Wöltche an der Steinmeyer-Orgel.
Wer ihr schwergängiges Manual kennt,
wundert sich immer wieder, wie KMD Wöltche
es schafft, unglaublich bezaubernde Klangwelten
aus der Orgel herauszuholen (Foto: P. Klopf)
 
Eine Säule der Bad Kissinger Kirchenmusik
 
Stadtkantor KMD Jörg Wöltche
seit 25 Jahren in kirchenmusikalischen Diensten
 
Bad Kissingen (klk), 27. Nov. 2016. Er ist ein Tausendsassa, Energiebündel, voller Ideenreichtum und aus der kirchenmusikalischen Szene der Kurstadt Bad Kissingen nicht mehr wegzudenken. Seit 19 Jahren ist Stadtkantor Kirchenmusikdirektor (KMD) Jörg Wöltche für die Musik der evangelischen Erlösergemeinde zuständig.
 
Im Rahmen eines besinnlichen Gottesdienstes wurde er von der Pfarramtsführerin Christel Mebert geehrt. In wenigen, vielsagenden Worten umriss die Pfarrerin die vielfältigen Aufgaben des KMD. Wöltche gehöre mit 75% seiner Arbeitsstelle zur Kirchengemeinde, die restlichen 25% sei er im Dekanat unterwegs.
 
„Er ist musikalischer Leiter des Kammerorchesters Bad Kissingen, des Flötenkreises, der verschiedenen Kinder- und Jugendchöre der Gemeinde sowie des Gospelchores ‚Die KisSingers‘. Seine vielen Ordner mit Programmen und Konzertliteratur sprechen Bände“, so Mebert bei der Laudatio.
 
Ein Viertel seiner Arbeitszeit ist er in den Kirchengemeinden des Dekanats unterwegs, um jungen Musikern Orgelunterricht zu erteilen. Zehn Stück sind es im Augenblick. Eine davon war Julia Rußmann, der er im gleichen Gottesdienst das kleine Orgelzeugnis nach bestandener B-Prüfung überreichen konnte.
 
Umrahmt wurde der Gottesdienst durch das Kammerorchesters Bad Kissingen unter der Leitung von Konzertmeisterin Christel Gimmler, die Wöltche durch ihren Auftritt völlig überraschte.
 
 
 
 
 
 
(Text und Fotos: Peter Klopf)
Veröffentlicht von Siegfried Bergler am Mo, 28.11.2016 11:17
 

Trennlinie 01

Sonntag, 11. Mai 2014
Erlöserkirche Bad Kissingen
Gottesdienst
mit Ernennung vonKantor Jörg Wöltche
zumKirchenmusikdirektor

Der entscheidende Augenblick: Kirchenrat Manuel Ritter (l.)
überreicht Kantor Jörg Wöltche die Ernennungsurkunde zum KMD

Er hat noch einen Haufen Ideen

Dekanatskantor Jörg Wöltche
zum Kirchenmusikdirektor ernannt

Bad Kissingen, So. 11. Mai 2014. Man hätte schon applaudieren können, ehe überhaupt der Gottesdienst anfing. Denn mit dem Concerto in h-moll von Johann Gottfried Walther, dargeboten vom Kammerorchester Bad Kissingen, setzte Jörg Wöltche, virtuos an der Orgel begleitend, ein erstes Highlight. Sowohl stürmisch, flott als auch zart, zurückhaltend waren die drei Sätze aufgebaut mit vorgesehenen Solo-Passagen.

Ja, an diesem Morgen gab’s in Erlöserkirche aus musikalischer Sicht das komplette An- und Aufgebot; nur Bach fehlte. Nicht nur Muttertag, sondern der Sonntag „Jubilate“ war angesagt: „Grund zur Freude und Dankbarkeit“, wie Pfarrer Jochen Wilde, der Ortsgeistliche und ständige Vertreter des leider verhinderten Dekans Oliver Bruckmann, in seiner Begrüßung bekundete, zumal außerdem Erlöserkirchen- und Dekanatskantor Jörg Wöltche zum Kirchenmusikdirektor ernannt werde.

Für die Gemeinde im gut besuchten Gotteshaus war es darüber hinaus ein Wunschliedersingen. Auf Zuruf durfte man sich bekannte Choräle wünschen – von „Geh aus, mein Herz“ über „Herr, deine Liebe ist wie Gras und Ufer“ bis zu „Von guten Mächten“: Es war alles dabei. Und der Laudator und Festprediger des Tages, Kirchenrat Manuel Ritter, Referent für Spiritualität und Kirchenmusik im Landeskirchenamt München, hielt gar noch eine Liedpredigt über den „Hit unseres Gesangbuches“ 334 Jahre nach dessen Entstehung: „Lobe den Herren, den mächtigen König“. Es handle sich um ein Lied für fast alle Gelegenheiten, gerade auch für dunkle Erfahrungen. Denn Lob sei in dieser Welt nicht selbstverständlich, allenfalls das Eigenlob. Mit dem Weckruf „Lobe den Herren“ protestiere der Dichter Joachim Neander in seinem Todesjahr 1680 gegen die grausamen Wirklichkeiten dieser Welt, damals die Nachwehen des Dreißigjährigen Krieges. Heute gelte es, an den Sudan, an Syrien oder an die Ukraine zu denken. Doch letztlich halte Gott die Welt in seinen Händen, mit den Worten Karl Barths ausgedrückt: „Es wird regiert“. Gottes Liebe habe „unverwechselbare Gestalt in Jesus Christus bekommen“, den freilich dieses Lied nicht nenne.

Manuel Ritter fühlte sich trotz 19-jähriger Abwesenheit auf der Erlöserkirchenkanzel sichtlich zu Hause, hatte er sich doch von 1989 bis 1995 zusammen mit seiner Frau die dritte Pfarrstelle Bad Kissingen geteilt und sich davor schon in unserem Dekanat in Bergrheinfeld die ersten geistlichen Sporen verdient. Jörg Wöltche hingegen wirkt seit 17 Jahren an der Erlöserkirche, seit 2008 auf einer A-Kantorenstelle. Folglich musste Ritter anschließend vom Gotteslob zum Menschenlob übergehen: Er überreichte dem Kantor die Ernennungsurkunde zum „Kirchenmusikdirektor“, womit dieser nun so etwas wie ein „Kirchenlobmeister“ sei. Die Landeskirche verleihe in diesem Jahr den Ehrentitel nur an vier Persönlichkeiten „für besondere kirchenmusikalische Verdienste, die über den Einsatzort hinaus strahlen“.

Dazu las der Kirchenrat die ausführliche Begründung seitens des Landeskirchenmusikdirektors Michael Lochner vor: Wöltche sei überzeugter Verfechter eines musikalischen Crossover, da er die Fähigkeit besitze, klassische wie moderne Kirchenmusik unter dem Dach der Kirche zu vereinen, aber sie genauso einbringe in hochkarätige Festivalprogramme wie den „Kissinger Sommer“, die „Kissinger Osterklänge“ und den „Kissinger Winterzauber“. Ferner lobt Lochners Schreiben Wöltches Begeisterung für Musical-Aufführungen und seine nimmermüde Chorarbeit mit Kindern und Jugendlichen.

Doch „was wäre ein Kantor ohne Chöre, ohne die zahlreichen Gemeindeglieder und ohne Pfarrerkolleginnen und –kollegen“, resümierte Manuel Ritter abschließend.

Dann aber durfte Jörg Wöltche noch einmal (fast) alle Register seines Könnens ziehen mit dem Gospelchor „Die KisSingers“ und dem Jugendchor „PraiSing“ samt seiner Tochter als Leadsängerin. Er beschloss den Gottesdienst an der großen Orgel mit Henry Purcells festlichem „Trumpet Tune“, begleitet vom Trompeter Hans-Jörg Rustler. Standing ovations!

Im Evangelischen Gemeindehaus in der Salinenstraße trafen sich danach die Musiker, Freunde des KMD und die Stammgemeinde zum Empfang. Klaus Lotter gratulierte im Namen des Kirchenvorstandes und ließ noch einmal die vielseitige Arbeit Wöltches von seiner Bewerbung 1997 bis auf den heutigen Tag Revue passieren. Wöltche bedankte sich seinerseits: „Der da oben hat mir eben die Gabe gegeben.“ Darum sei dies alles für ihn „ein bisschen zu viel Lobhudelei“. Noch habe er ja bis zu seinem letzten Arbeitstag am 29. März 2030 Zeit, genug Projekte zu verwirklichen und dafür auch „noch einen Haufen Ideen“. Dazu passend wünschte ihm der Kinder- und Familienchor: „Gib nicht auf, schick deine Träume zu den Wolken hinauf.“ Man darf auf die Antwort von oben gespannt sein.

https://www.schweinfurt-evangelisch.de/inhalt/er-hat-noch-einen-haufen-i...

 

Trennlinie 01

Mainpost 12. Mai 2014
 
Stehende Ovationen in der Kirche
 
Mit der Ernennung von Jörg Wöltche zum Kirchenmusikdirektor
würdigt die Evangelische Landeskirche die ambitionierte
künstlerische Arbeit des Kantors der Erlöserkirche.

Kirchenrat Manuel Ritter (links) überreichte Jörg Wöltche
die Urkunde mit der Ernennung zum Kirchenmusikdirektor.
Foto: Klaus Werner
 
Bad Kissingen — "Künstlerisch ambitioniert üben Sie Ihr Amt aus und verstehen es, klassische und moderne Kirchenmusik unter dem Dach der Erlöserkirche zu vereinen und im Dienst des Gemeindeaufbaus miteinander zu verbinden." - So klang es in der Laudatio zur Ernennung von Jörg Wöltche zum Kirchenmusikdirektor, die von Kirchenrat Manuel Ritter im Rahmen des Gottesdienstes vorgetragen wurde.

Im Jahre 1997 wurde Jörg Wöltche zum Kantor der evangelischen Kirchengemeinde Bad Kissingen berufen und er ist gleichzeitig Dekanatskantor im Bezirk Schweinfurt. Aufgrund der herausragenden Bedeutung der Bad Kissinger Kirchenmusik wurde die Stelle im Jahre 2008 zu einer so genannten A-Stelle erhoben.

Bekannter Gospelchor
Mit der Würdigung, so Manuel Ritter im Auftrag von Oberkirchenrat Michael Martin, werde nicht nur das Wirken von Jörg Wöltche in der Kirchengemeinde honoriert, sondern seine Bekanntheit weit über die Kissinger Grenzen hinaus. Dies sei vor allem dem Gospel-Chor "Kis sSingers" sowie den verschiedenen Jugend- und Kinderchören zu verdanken, die mit ihren vielfältigen Aktivitäten zum Botschafter der Stadt wurden.
Darüber hinaus gab es offizielles Lob für die Einbindung klassischer evangelischer Kirchenmusik in die hochkarätigen Festivalprogramme der Stadt. Beispielhaft wurden der Kantatengottesdienst als fester Bestandteil des Kissinger Sommers oder die Funktion "Gastdirigent" bei den "Kissinger Osterklängen" genannt. Weitere Stichworte der umfangreichen Laudatio waren Musical-Projekte im Jack-Steinberger-Gymnasium, Workshops an der Musikakademie Hammelburg, die Weiterentwicklung des Kammerorchesters Bad Kissingen oder die Chorreisen in die Partnerstädte von Bad Kissingen.
Ritter erwähnte Wöltches Wirken bei der kirchenmusikalischen Aus- und Fortbildung auf der Dekanatsebene, die Gestaltung von Liederheften und Konzepten für eine Kur-/Reha-Gemeinde und fasste alles in dem Satz zusammen: "Diese große Vielfalt von Kirchenmusik erreichen Sie durch Verbindung unterschiedlicher Stile und Arrangements zu einem musikalischen Crossover".
Sein Dank galt auch der Kirchengemeinde, die dem neuen Kirchenmusikdirektor hierfür genügend Raum und Gelegenheiten gebe. Stehende Ovationen der Gottesdienstbesucher folgten der ausführlichen Beschreibung und zeugten von der Wertschätzung des Geehrten in der Kirchengemeinde.
Der "Jubilate"-Gottesdienst war mit einem Wunschlieder-Singen verbunden und in Verbindung mit Wöltches Würdigung stehe "die Musik im Mittelpunkt des Gottesdienstes" - so Pfarrer Jochen Wilde.

Wunschlieder als "Lieder auf Zuruf" haben nach Wilde eine lange Tradition, und gleichzeitig belegten die musikalischen Wünsche der Gläubigen das umfangreiche musikalische Repertoire des neuen Kirchenmusikdirektors, der nicht nur sofort die entsprechende Liednummer im Evangelischen Gesangsbuch wusste, sondern auch unverzüglich die Melodie an der Steinmeyer-Orgel intonierte.

Ökumenischer Brückenschlag

Beim anschließenden Empfang im evangelischen Gemeindezentrum begrüßte Kirchenvorsteher Klaus Lotter viele Wegbegleiter und "alle Mütter". Dem Glückwunsch an Jörg Wöltche zur Ernennung als Kirchenmusikdirektor schlossen sich stürmischer Beifall und Hochrufe an. "Sie haben Gospelmusik weit über die Kissinger Grenzen hinaus bekannt gemacht und haben die Stadt kirchenmusikalisch geprägt", würdigte Lotter das Schaffen Wöltches und bezeichnete Gospelmusik als "ökonomischen Brückenschlag".
Lotter drückte die Hoffnung auf weitere Jahre gemeinsamer Arbeit aus. "Am 29. März 2030 ist mein letzter Arbeitstag", antwortete der Geehrte und bis dahin möchte er die Zeit in der Kissinger Gemeinde verbringen. Unter den Beifall der Gäste sagte er: "Ich habe noch viele Ideen!"

Aus: https://www.infranken.de/regional/bad-kissingen/stehende-ovationen-in-de...

Trennlinie 01

6. Mai 2014
 
Jörg Wöltche wird Kirchenmusikdirektor
 
 
Jörg Wöltche Foto: Ursula Lippold
 
Am kommenden Sonntag, 11. Mai, ist es für Jörg Wöltche vorbei mit seiner gewohnten Berufsbezeichnung Kantor der evangelischen Erlöserkirche. Denn an diesem Sonntag erhält er in einem festlichen Gottesdienst die Ernennung zum Kirchenmusikdirektor.
 
Dieser Kirchenmusikdirektor ist ein Ehrentitel, mit dem allerdings keinerlei Dotation verbunden ist. Jörg Wöltche freut sich trotzdem darüber. Wird doch mit dieser Auszeichnung sein jahrelanges vielseitiges musikalisches Wirken im evangelischen Dekanat gewürdigt.
 
Man denke nur an den Gospelchor die KisSingers, den Kinderchor GospelKids mit vier Gruppen, das Kammerorchester und ehemals noch die Kantorei. Allein das hat ihm Bekanntheit weit über die Grenzen der Stadt Bad Kissingen hinaus eingebracht.
 
Weit in der Region unterwegs
Außerdem gibt der angehende Kirchenmusikdirektor Orgelunterricht im evangelischen Dekanat Schweinfurt, was ihn manchmal bis in den Landkreis Würzburg führt. Veranstaltungen im Rahmen der Kurseelsorge in Bad Kissingen und eigene Konzerte im Laufe des Jahres – manchmal sind das bis zu 20 – ergänzen die Aktivitäten Jörg Wöltches.
 
Kirchenrat überreicht Urkunde
Am Sonntag, 11. Mai, überreicht Kirchenrat Manuel Ritter, der Leiter des Referats Spiritualität in der Kirchenmusik im Landeskirchenamt München, in Bad Kissingen die Ernennungsurkunde. Aus der Laudatio des Kirchenrats wird Wöltche dann auch die Gründe für diese Wertschätzung erfahren.
Zuvor hält Pfarrer Jochen Wilde die Predigt, anschließend gibt es ein Wunschliedersingen, das Wöltche an der Orgel begleitet. Der festliche Gottesdienst in der Erlöserkirche beginnt um 9.30 Uhr.
 
Kriterien für die Ernennung eines hauptamtlichen Kirchenmusikers zum Kirchenmusikdirektor gibt es eine ganze Reihe. Dazu gehören unter anderem bemerkenswertes kompositorisches Wirken, Profil-Bildung der Landeskirche und weit über die Grenzen des Dekanatsbezirks hinaus ausstrahlende Kirchenmusik.
Traditionell wird der Titel einmal jährlich verliehen. Eine Jury trifft die Auswahl.
 
Ursula Lippold 06. Mai 2014
 

Trennlinie 01

Gemeindebrief miteinander 2008-02, Seite 4
 
A-Stelle Kirchenmusik für Bad Kissingen

Bad Kissingen bekommt A-Kirchenmusikerstelle. Diese freudige Nachricht erreichte uns Anfang Juni aus München (Landeskirchenrat). Bereits im Jahre 2005 hatte die Landessynode, das Gesetz gebende Organ unserer Landeskirche, beschlossen, dass ein Drittel der 104 hauptamtlichen Kirchenmusikerstellen als A-Stellen ausgewiesen werden können. Damit soll(te) der Stellenwert hervor gehoben werden, den die Kirchenmusik in unseren Gemeinden und für die Verkündigung mit Recht genießt.

Eine der 5,5 „neuen“ A-Stellen wird zukünftig also in Bad Kissingen sein. Wir danken dem Kirchenvorstand und dem Dekanatsausschuss für die vorbereitenden Beschlüsse und alle Unterstützung, die diesen lang gehegten Wunsch der Kissinger Gemeinde nunmehr in Erfüllung gehen ließen.

Diese Aufwertung bedeutet zugleich eine Anerkennung der kirchenmusikalischen Arbeit in unserer Gemeinde. Nicht zuletzt ist es auch eine Anerkennung des musikalischen Wirkens unseres Kantors Jörg Wöltche. Seinen Dienstumfang teilen sich die Kirchengemeinde (1/2), die Kur- und Rehaseelsorge (1/4) sowie der Dekanatsbezirk (1/4).

Pfarrer Jochen Wilde

Trennlinie 01